Als 1798 die Berner Verteidiger in der Nähe von Bern einen unnützen Sieg über Napoleons Angriffstruppen errangen, während die Stadt selbst trotzdem in französische Hand geriet, bereiteten die Berner Mütter, Frauen und Schwestern als Trost für ihre Männer erstmals eine «Bärner Platte» zu – für die Männer, die auf dem Schlachtfeld zwar gewonnen, de facto aber dennoch verloren hatten. Auch Istrien, Triest und später Dalmatien fielen 1797, also fast zur selben Zeit, in Napoleons Hände. Doch dort war die «Jota» bereits Teil des gastronomischen Alltags. Die Vorbereitungs-Arbeiten für die beiden Rezepte verlaufen ähnlich, der Unterschied liegt im Fleisch und den Bohnen: Während bei der Jota meist geräucherte Schweine-Rippchen, geräucherter Speck und getrocknete Bohnen verwendet werden, sind es bei der Berner Platte Siedfleisch, roher Speck, Schinken, Gnagi (Eisbein), Zunge, eventuell Saucissons. Dazu werden gekochte Kartoffeln gereicht, jedoch keine braunen Bohnen, sondern gedörrte grüne Bohnenschoten.


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